Studium

GRAFIK | DRUCKGRAFIK

Die Zeichnung ist die Basis der bildenden Kunst. Sie ist  die Grundlage aller Visualisierung und dem unmittelbaren Ausdruck in der Kunst am nächsten. Beginnend mit der Zeichnung umfasst der Bereich der Grafik/Zeichnung ein komplexes und weites Feld von Ausdrucksmöglichkeiten.

Unabhängig davon, in welcher Form das Werk realisiert wird, kann Zeichnen als eine Schnittstelle verstanden werden: zwischen dem Denken und dem Machen; der Beobachtung und der Darstellung; der Idee und dem Bild. Zeichnung funktioniert als ein Werkzeug  taktiles Wissen zu erlangen – oder umzusetzen.

Parallel zu der unersetzbaren Unmittelbarkeit des Werkzeugs Zeichnung bieten die unterschiedlichen künstlerischen Drucktechniken eine ganze Palette von prozessorientierten und medialen Ausdrucksmöglichkeiten für bildende KünstlerInnen an. In der Abteilung wird das ganze Spektrum unterrichtet: traditionsreiche analoge Techniken ebenso wie Reprografie und neueste digitale Verfahren.

Die Auseinandersetzung mit den traditionellen Drucktechniken bietet KünstlerInnen ein präzises analytisches Instrument, um Bilder sowohl praktisch als auch intellektuell im voraus zu planen und analysieren. Grenzen sind notwendige Bedingungen für Freiheit und Grenzüberschreitung. Gleichzeitig bietet die schnelle und flexible digitale Entwicklung die Grenzenlosigkeit als Prinzip an.

Die Arbeit mit analogen druckgrafischen Techniken und das Zeichnen fördern eine besondere Art von taktiler Intelligenz, die für bildende KünstlerInnen sehr wertvoll sein kann, als Alternativ zu und/oder in Verbindung mit der schnellen Entwicklung von digitalen Bildmedien.

Es ist heute nicht mehr möglich, eine Technik als Selbstzweck zu betrachten. Jede|r KünstlerIn muss sich auch mit der Frage nach Inhalten auseinandersetzen. Der Inhalt in der Kunst entsteht in einem nicht übersetzbaren, dialogischen Prozess zwischen der Absicht der KünstlerInnen, den Werkzeugen, die sie benutzen und der Umwelt, die ihre Arbeit wahrnimmt. In der Kunst heute gibt es keine Hierarchie der Genre mehr, diese ist ersetzt durch eine Hierarchie der Aufmerksamkeit.

GRAPHICS | PRINTMAKING

Drawing is the foundation of the visual arts. It is the beginning of all visualisation and the most immediate form of art making. A vast field of expressive possibilities extends from the starting point of Graphics/Drawing.

Regardless of the form in which the work is realized, drawing can be understood as an interface: between thinking and making; between observation and representation; between idea and image. Drawing functions as a tool for gaining tactile knowledge – or to implement it.

Parallel to the irreplaceable immediacy of the tool drawing, the different artistic printmaking techniques offer a whole range of process oriented and media related opportunities for the visual artist. A wide range of printing techniques is taught in the department: traditional analog methods as well as reprographics and the latest digital possibilities.

Engaging with traditional printing techniques offer artists a precise analytical tool for advance planning and analysing of images, in a practical as well as in an intellectual sense: boundaries are necessary conditions for freedom and transgression. Meanwhile, the fast and flexible digital development provides boundlessness as a principle.

Working with analog printmaking techniques and drawing encourage a particular kind of tactile intelligence, which can be utmost valuable for artists as an alternative to, and/or in conjunction with the rapid development of digital imaging media.

It is no longer possible to consider a technique as an end in itself. Every artist has to address questions of content, of subject matter. The substance of art is created in a non-translatable, dialogic process between the intention of the artist, the tools used and the public experiencing the work. In today’s art, no hierarchy of genres exist. It has been replaced by a hierarchy of attention.